Vergessen?

Autor: Thomas Wunder am Mittwoch, 19. November , 2008

Vergessen? Diese Frage steht über dem Plakat neben dem Rednerpult der Langener Gedenkveranstaltung zum Deutschen Volkstrauertag. Und sie ist berechtigt.

In einer Zeit, in der wir die Kriege nur noch in den Medien verfolgen, in der sich die TV-Nachrichtenbilder aus den Kriegsgebieten kaum noch von dem üblichen Abendprogramm in Actionfilmen unterscheiden und in der Soldaten der Deutschen Bundeswehr im Ausland fallen, ohne dass dies wirklich öffentlich zur Kenntnis genommen wird, ist sie sogar mehr als berechtigt.
Anklagend sehen uns die leidenden Männer auf dem Plakat an, denn wir haben vergessen.Wir haben vergessen, was Krieg bedeutet. Kaum einer ist sich bewusst, dass Deutschland Krieg führt. Wir nennen es „Friedenseinsatz“, eine Perversion des Begriffes, wenn man sich die Wirklichkeit anschaut! Unabhängig davon, wie wir es nennen: Bomben fallen, Menschen sterben.

Nicht nur, dass wir uns mit Euphemismen vor der Realität drücken wollen, man verleugnet geradezu die Soldaten, die im Auftrag unserer Regierung sterben. Ihr Tod wird als „Berufsrisiko“ angesehen, dem sie sich bewusst sein mussten, als sie ihren Beruf wählten. Man enthebt sich der Verantwortung, überlässt sie den Soldaten.

Wie bereits in den vergangenen Jahren fand man auch dieses Mal eine erschreckend geringe Anzahl an Besuchern am Langener Friedhof, die der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft gedachten. Zöge man den Chor, die Offiziellen und die Mitglieder der Feuerwehr ab, die traditionsgemäß erscheinen, könnte man die Besucher an den Fingern abzählen.

Es ist an uns, weitere Kriege zu verhindern.
Es ist an uns, das Sterben in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken.
Es ist an uns, die Ignoranz der Gesellschaft zu beenden.

Die meisten Langener dürften nicht einmal vom Volkstrauertag und der Gedenkfeier am Friedhof Kenntnis genommen haben.
Um mit den Worten des VdK-Vorsitzenden zu enden: „Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist gezwungen, sie immer wieder zu durchleben“

Comments (1)

Kategorie: Gedanken

„Das Projekt darf nicht länger verzögert werden“

Autor: Das Team am Samstag, 1. November , 2008

…sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Berthold Matyschok.

„Die Umgestaltung des Tarsusplatzes muss dringend angegangen werden“ Das fordern selbst die Grünen.

Es ist ein Anliegen der CDU unsere Partnerstädte in einem angemesseneren Licht darzustellen. Der derzeitige Zustand des Tarsusplatzes ist eine Schande für unsere ganze Stadt. Bereits vor 10 Jahren hat es Anträge zur Umgestaltung gegeben. Damals wie heute verschiebt die SPD-Regierung unserer Stadt die Lösung dieses Problems nach hinten.
Hässliche Betonklötze entstellen das Antlitz dieses Platzes, welcher eine würdige Ehrung unserer Partnerstadt sein sollte.

Sollte sich unser Antrag durchsetzen, wird sich endlich etwas tun:

Dann wird es den Paulusbrunnen geben, eine passende Verbindung zwischen unserer christlichen Kultur und dem berühmtesten Sohn unserer Partnerstadt, dem Apostel Paulus.
Dann werden die hässlichen Betonklötze endlich verschwinden.
Dann werden spärlich bepflanzter Fahrbahnteiler durch schöne Bepflanzung ersetzt.
Dann wird der Tarsusplatz nicht länger ein Schandfleck unserer Stadt sein.

Comments (1)

Kategorie: Gedanken

Pimp my Langen

Wir möchten Langens Potenzial nutzen, mehr Möglichkeiten für Jugendliche schaffen, darunter neue Freizeitmöglichkeiten und neue Treffpunkte in der Stadt.

Doch dafür brauchen wir Eure Hilfe. Wünscht Ihr Euch auch mehr Angebote in Langen? Dann habt Ihr hier auf pimp-my-langen.de die Gelegenheit mit uns über Eure Wünsche für Langen zu diskutieren.