Ein Kommentar
Autor: Tobias Kaiser am Sonntag, 8. November , 2009
…von Silke Marson zu unserer Arbeit auf www.pimp-my-langen.de:
So, jetzt sag ich mal , wie unbeschreiblich unsozial ich meine Stadt Langen finde
Wir haben ein Schwimmbad – wow – ein Erlebnisbad sogar! Nur schade, dass hier nicht Jeder rein kann! Denn soviel Geld haben nicht alle! Wie traurig die Kinder und Jugendlichen, die draußen stehen und nicht rein dürfen!!!
Es gibt auch diejenigen, die es sich vom Munde absparen und sich zweimal im Jahr mit der Familie den Spaß gönnen
Doch aufgepasst! Die Politesse ist auch schon da! Absolut zu wenige Parkplätze, doch die Stadt Langen, die schröpft gerne! Sollte nicht so ein großer Park auch genügend Parkplätze anbieten? Oder wenigstens einen Shuttle-Service? Wo bitte soll man parken??
Das Gleiche gilt auch für die Bahnstraße (Parkscheibe)! Wir sind eure Bürger! Wir springen mal schnell in einen Laden und sind gleich 10 – 15 Euro los! Na, was macht ihr denn mit unserem Geld??
Auch haben wir ein millionenschweres Jugendzentrum – cool!! Aber komisch, hier ist nur Platz für 200 Kids, was machen wir mit den anderen 1800? Ignorieren, fortjagen, vielleicht einfrieren, bis sie erwachsen sind??
Wir haben auch ganz tolle Spielplätze, seltsam aber mit hohem Zaun drum herum und abschließbarer Türe. Aha, stimmt schon Kinder leben nur zu bestimmten Wochentagen und Uhrzeiten…
Es gibt hier so gut wie keine Möglichkeiten für Jugendliche. Keine Rückzugs- und Entfaltungsmöglichkeiten für die Freizeit! WIESO? Wieso werden unsere Jugendlichen dermaßen ignoriert?
Langen ist umgeben von Wäldern und Feldern. Man könnte und muss in allen Himmelsrichtungen Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche einräumen!!
Auf den Spielplatz dürfen unsere Kinder nur bis 13 und dann?? In Luft auflösen?
Gibt es vielleicht kein Geld dafür? Achso, ihr musstet ja die Berliner Allee verschönern!! Das wird schon was gekostet haben..
Ich fordere die Stadt Langen auf, mehr vielmehr für unsere Kinder zu tun!! Sie sind unsere Zukunft, sie brauchen uns! So wie wir sie behandeln, werden sie später uns behandeln! Na, da freut euch mal auf schwarze Zeiten der Ignoranz!!
Die heutigen Kinder werden uns später ernähren – oder? Ach nee manche von uns werden an den Schildern und Straßen knabbern, die sie haben verschönern lassen!!
Hiermit möchten wir uns bei Frau Silke Marson für ihren langen Kommentar bedanken. Solche Kommentare sind wichtig, denn nur die Diskussion mit anderen Menschen kann etwas zur Verbesserung für Langen beitragen. Frau Marson spricht hier wirklich bedenkliche Probleme in Langen an.
Bezüglich “Verschönerung der Bahnstraße” sollte man hier aber auch erwähnen, dass der Neubau der Straße auch wesentliche Vorteile gerade für die Albert Schweitzer Schule mit sich bringt. Die Berliner Allee ist nicht nur schöner geworden, sondern trägt auch wesentlich viel zur Sicherheit bei. So ist die Straße schmaler geworden und eine Erhebung kennzeichnet den Fußgängerüberweg, den die Schulkinder zur Überquerung der Straße nutzen. Weiterhin sind die Fußgänger und Fahrradwege klar voneinander getrennt und gut befahrbar.
Kategorie: Gedanken
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Kommentar von Heinz Friedmann
Geschrieben am Sonntag, 13 of Dezember , 2009
Sehr geehrte Silke,
ich habe einige Kritikpunkte an Ihrer Argumentation festzustellen.
Ein Schwimmbad ist im Unterhalt sehr teuer. Hygienische Maßnahmen und qualifiziertes Aufsichtspersonal treiben den Preis enorm in die höhe. Für Familien gibt es spezielle Angebote um in der gesamten Sommersaison preiswert das Schwimmbad besuchen zu können. Wer sich das Schwimmbad unter diesen besonderen Konditionen nicht leisten kann, sollte vielleicht mal arbeiten gehen, Schwimmbäder sind nicht lebensnotwenig und zählen somit zu den Luxusgütern. Dass man sich einen Besuch im Schwimmbad von Hart IV nicht leisten kann liegt auf der Hand.
Nun zu den Prakplätzen. In Zeiten der globalen Erwärmung sollte die Stadt die Benutzung des Autos in der Stadt nicht fördern, indem sie neue Parkplätze bauen lässt. Das Schwimmbad ist sehr gut mit dem Rad und zu Fuß zu erreichen, ein Auto ist nicht notwendig. Außerdem, wer kann sich denn bitte ein Auto leisten, wenn er sich nicht mal den Eintritt im Schwimmbad leisten kann?
Das gleiche gilt für die Parkplätze auf der Bahnstraße, ein bisschen Bewegung tut gut und hält gesund, die Welt und jeden anderen der die Abgase bei einem Stadtspaziergang einatmen muss.
Heinz Friedmann