Alle Jahre wieder…
Autor: Thomas Wunder am Sonntag, 29. November , 2009

… wird in unserer Heimat der “Volkstrauertag” begangen. Doch halt, kann man von einem “Volks”-trauertag sprechen? Trauert das Volk?
Die deutliche Mehrheit nimmt diesen Tag nicht einmal wahr, von Trauer ganz zu schweigen, und das, obwohl es wohl kaum Völker mit dramatischerer Geschichte gibt als das unsere.
Zwei Weltkriege, Holocaust, Teilung, es gibt wahrlich genug zu betrauern. Dieser Tag muss präsenter werden!
Wo Tod und Leid von Soldaten, Kriegsopfern, Vertriebenen und Verfolgten verdrängt werden, scheint in unserer Gesellschaft der Tod von Sportstars oder Musikern weitaus mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Ist das richtig?
Kategorie: Gedanken
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Kommentar von Heinz Friedmann
Geschrieben am Sonntag, 13 of Dezember , 2009
Der, dem Ehre gebührt empfängt diese auch. Wenn das Volk nicht um die Weltkriege und den Holcaust trauern will, dann kann man es nicht dazu zwingen.
Wenn um Micheal Jackson mehr getrauert wird, dann hat Micheal Jackson der Welt auch mehr gegeben, hat sich mehr in das Herz der Bevölkerung geschlossen. Wenn man nicht loslassen kann, müssten wir ja das ganze Jahr trauern, weil es an jedem Tag auf der Welt, Tod und Verzweiflung gibt, da würde der Volkstrauertad nicht mehr reichen. Der Tag hilft mit aktuellen tragischen Ereignissen fertig zu werden und diese zu verarbeiten, jedoch sollte er nicht dazu missbraucht werden die Bevölkerung mit längst vergessen Ereignissen zu belästigten.
Heinz Friedmann